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Interviews

Michael Albert: „Wer halbherzig bei der Sache ist, kommt häufig nicht sehr weit…“

Experte Magazin

Michael Albert, seit 2003 gemeinsam mit seiner Frau Eva Albert Inhaber eines Malerbetriebs, Eigentümer mehrerer Immobilien, sowie Besitzer eines Hotels und Ferienhäuser. Heute erzählt er über ihre Unternehmen, deren Projekte und, was er seinem 18-jährigen Ich heute zum Thema Selbstständigkeit raten würde. Die Beiden starteten ihre Malerfirma mit zehn Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 300.000€, welche sich durch akkurate Skalierung zu 42 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 6,4 Mio.€ entwickelte.

 

Herzlich Willkommen im Experte Magazin, Michael Albert! Stell dich bitte kurz für unsere Leser vor:

Mein Name ist Michael Albert, ich bin 48 Jahre alt und komme aus Stuttgart. Meine Frau und ich leiten seit 2003 erfolgreich einen stetig wachsenden Malerbetrieb in Stuttgart. Zusätzlich haben wir 2018 mehrere Ferienhäuser am Bodensee und das Hotel „Hotel Zuckerfabrik“ gebaut, welches 2019 fertiggestellt wurde. Außerdem besitzen wir noch einige Immobilien in Stuttgart.

 

Was unterscheidet dich von üblichen Unternehmern?

Ich bin als Unternehmer mit Leib und Seele bei der Sache, habe daran Spaß und wäge nicht immer ab, was schief gehen könnte. Entscheidungsfähigkeit ist meiner Meinung nach das A und O im Unternehmertum. Selbstverständlich muss man sich Dinge überlegen, doch der Schlüssel ist es, ins Handeln zu kommen und es letztendlich konsequent umzusetzen. Wer hier nur halbherzig bei der Sache ist kommt nicht sehr weit und schon gar nicht ans Ziel.

„Entscheidungsfähigkeit ist das A und O im Unternehmertum“

 

Warum arbeitest du nur mit großen Unternehmen zusammen und nimmst ausschließlich große Projekte in Angriff? Hat das einen genauen Hintergrund?

Als wir 2003 begonnen haben bestand unser Kundenstamm aus 50% Privatkunden und 50% Firmenkunden. Dies entwickelte sich aber in den letzten 17 Jahren sehr stark in Richtung Firmenkunden aufgrund steigender Mitarbeiterzahlen benötigen wir natürlich auch mehr Arbeit in Form von Großprojekten um unsere Kapazitäten auszulasten. Mittlerweile stehen wir bei 15% Privatkunden und 85% Firmenkunden.

Zur Veranschaulichung:

2003 haben wir mit 10 Angestellten angefangen, mittlerweile sind wir 42 Leute alleine im Malerbetrieb. Daher mussten größere Baustellen her, da mein persönlicher Aufwand bei kleinen und großen Projekten fast gleich, meine Zeit jedoch begrenzt ist, in der ich ein Angebot abgeben und die Mitarbeiter einweisen muss. Deshalb sind größere Vorhaben letztendlich von Vorteil um das Leistungspotenzial unserer Mitarbeiter auszufüllen. Allerdings nehmen wir auch immer mal wieder kleinere Projekte an.

 

Wie sehen solche großen Projekte aus und sind diese nur regional?

Hauptsächlich arbeiten wir im Großraum Stuttgart in einem Umkreis von 50 Kilometern. Hier befindet sich unser Kerngeschäft, da hier viele Bauvorhaben umgesetzt werden. Für spezielle Kunden erledigen wir auch Projekte außerhalb des o.g. Radius und sind bundesweit für diese im Einsatz.

Zu den bundesweiten Projekten gehörte beispielsweise eine Renovierungen eines Hotels mit über 300 Zimmern, welches wir innen sowie außen saniert haben. Ein weiteres Beispiel

aus dem aktuellen Auftragsbestand ist ein großes Bürogebäude, an dem eine Kernsanierung durchgeführt wird, welche ca. 2,5 Jahre in Anspruch nimmt.

 

In welchen Bereichen bewegest du dich als Unternehmer außerhalb deines Malerbetriebs?

Meine Frau und ich besitzen zusätzlich zum Malerbetrieb mehrere Immobilien in Stuttgart, welche wir in Eigenregie saniert und revitalisiert haben. Meine Frau verwaltet die gesamten Immobilien. Wir bewegen uns also auch außerhalb des Malerbetriebs stark in der Immobilienbranche.

 

Michael meine letzte Frage an dich. Was würdest du deinem 18-jährigen Ich heute zum Thema Selbstständigkeit raten, im Bereich Einstieg und Möglichkeiten?

Am Anfang musst man verstehen, dass du einer von vielen bist. Man muss auf sich aufmerksam machen, um sich von der Masse abzuheben und ins Gespräch zu kommen. Wir hatten Glück, dass wir uns als Marke im Handwerk etablieren konnten und durch unseren Erscheinungsbild einen gewissen Wiedererkennungswert besitzen. Daher ist Marketing heutzutage sehr wichtig. Im Handwerk aber nicht mit Fokus auf Online Marketing sondern beispielsweise durch Beschriftung der Autos, Werbung bei Großveranstaltungen, der Präsenz vor Ort und einem ansprechenden Internetauftritt. Anderseits spielt Online Marketing und Social Media gerade in unserem Hotel, oder bei unseren Ferienhäusern eine große Rolle, da wir mit diesen weltweit Menschen ansprechen und auf uns aufmerksam machen. Wenn der Start in die Selbstständigkeit geglückt ist und es um Investments geht würde ich mich immer wieder dafür entscheiden Vermögen in Immobilien zu investieren um sich abzusichern, da sie eine wertstabile Anlage bieten.

Hier geht es zum Hotel von Michael Albert

Ist der Chefredakteur des EXPERTEmagazins. Darüber hinaus leitet er die Sektion "Interviews"!

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